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Die Wasseranalyse
 

Das Fundament

für eine erfolgreiche Zierfisch Haltung

In der Aquaristik steht und fällt alles mit den im Becken herrschenden Wasserwerten. Passen sie zu den Beckenbewohnern, gedeiht alles. Doch gerät ein Wert aus dem Gleichgewicht, droht das ganze System zu kippen.

Von Anfang an entscheidend ist, dass der Besatz Ihres Aquariums so gewählt wird, dass Fische und Pflanzen dieselben Ansprüche an ihre Umgebung haben. Sehr unterschiedliche Bedürfnisse in einem einzelnen Aquarium abzudecken, funktioniert in der Regel nicht.

 

Haben Sie die Auswahl Ihres Besatzes aus Tieren und Pflanzen getroffen, welche dieselben natürlichen Umgebungsansprüche haben, gilt es, vor dem Einsetzen die richtigen Wasserwerte herzustellen.  Am Besten und Einfachsten ist es, den Besatz auf das Wasser abzustimmen, das bei Ihnen aus der Leitung kommt. Dabei ist es nicht erforderlich, den natürlichen Gewässertyp zu 100 % zu kopieren. Dies ist in einem normalen Aquarium ohnehin nicht möglich. Zudem ist davon auszugehen, dass die meisten Bewohner Nachzuchten sein werden, die gar nicht in diesem natürlichen Biotop aufgewachsen sind. Das Ziel ist es viel mehr, stabile Wasserwerte zu etablieren, die zu den Bedürfnissen der Fische und auch der Pflanzen passen, so dass sich langfristig ein gesundes biologisches Gleichgewicht in Ihrem Aquarium einstellen kann.

An dieser Stelle möchte ich noch einmal betonen, wie wichtig es insbesondere beim Erstbesatz ist, die eigenen Wasserwerte zu kennen und beim Einfahren des Aquarienfilters mindestens den pH Wert, den Ammoniak- Gehalt sowie den Nitrit-Wert in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren.

 

Aber keine Sorge! Das klingt jetzt alles komplizierter als es ist. 

 

Es ist gar nicht so schwer zu erkennen, wie es um die Wasserqualität im Aquarium steht.

Man muss dazu kein Einstein in Chemie sein, sondern nur sein Aquarium im Auge behalten. Ich empfehle, das Wasser in der Einlauf-Phase regelmäßig auf die wichtigsten Werte (siehe oben) zu testen. 

In einem eingefahrenen Aquarium ist es in der Regel ausreichend, die Wasserwerte nur noch dann zu prüfen, wenn die Fische, die Pflanzen oder ein Algenwachstum einen Anhalt dazu geben, dass ein Ungleichgewicht aufgetreten ist.  Sehr schnell werden Sie lernen, anhand einfacher Beobachtung Ihres Aquariums einzuschätzen und herauszufinden, ob und wann eine genauere Kontrolle des Wassers sinnvoll ist.

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Der PH Wert

Beim pH-Wert handelt es sich um einen Wert, den man auch außerhalb der Aquaristik häufig antrifft.

In den Herkunftsgebieten der meisten handelsüblichen Zierfische finden sich pH-Werte zwischen 5 (Amazonas) und nahe 9 (Tanganjika-See). Die meisten Süßwasserfische kommen mit einem pH-Wert zwischen 6 und 8 gut zurecht. Wichtig ist allerdings, dass der pH-Wert konstant bleibt.

Einige Fischarten zeigen Ihre volle Schönheit nur bei möglichst konstanten Werten zwischen 5 - 7, während andere Arten konstante Werte zwischen 7,0 - 8,5 benötigen.

Wasserhärte und Säurekapazität bis pH 4,3

Als Wasserhärte (alte Bez.: Gesamthärte (GH)) bezeichnet man die Menge der gelösten Erdalkalimetalle im Wasser (Calcium und Magnesium). Es wird zwischen drei Härtebereichen unterschieden:

weich - mittel - hart

Mit dem Begriff Säurekapazität bis pH 4,3 (alte Bez.: Karbonathärte (KH)) bezeichnet man vereinfacht gesagt, den "pH Wert-Puffer".

Die Säurekapazität spielt im Zusammenspiel mit CO² eine wichtige Rolle bei der Stabilisierung des pH-Wertes im  Blut eines jeden Organismus` (den Fischen in unserem Fall), aber auch in der Stabilität des pH-Wertes im Aquarium selbst.

Amoniak, Nitrit und Nitrat

Der Filter eines Aquariums ist streng genommen gar kein Filter. Ein Filter ist eine Vorrichtung zur Trennung von Medien, Strahlung etc.

Treffender gesagt, handelt es sich bei einem Aquarienfilter um einen Bio Reaktorwelcher das giftige Ammoniak, das durch die Stoffwechselaktivität der Fische entsteht, chemisch umwandelt und durch Filter-Bakterien in das ebenfalls giftige Nitrit oxidiert, welches dann durch andere Filterbakterien weiter in das für Fische ungiftige Nitrat überführt wird.

Nitrat stellt die Hauptursache für viele Algenprobleme dar.

Über regelmäßige Wasserwechsel, einen an das Aquarium angepassten Besatz und ein gesundes Pflanzenwachstum lässt sich das verhindern. Dies gilt vor Allem in der Einlauf Phase des Aquariums. Daher ist es in dieser Zeit besonders wichtig, relevante Werte regelmäßig zu kontrollieren,  um bei Bedarf schnell reagieren zu können und zu einer funktionierenden Balance zu finden. 


Das sogenannte "Animpfen" des Aquarienfilters mit den richtigen Bakterien stellt neben einem reduzierten Erstbesatz eine maßgebliche Vorbereitung dar, um einen frühzeitigen Besatz des Aquariums zu ermöglichen.

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